Richard Doyle’s The Fairy Prince: Victorian Fantasy With a Courtly Heart Richard Doyle’s The Fairy Prince...
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Die „Nova Totius Germaniae Descriptio Geographica“ von Heinrich Scherer ist eine sehr detaillierte und visuell beeindruckende Karte Deutschlands, die Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhunderts als Teil seiner monumentalen Atlasserie „Atlas Novus“ erstellt wurde. Diese Karte stellt das komplexe Mosaik des Heiligen Römischen Reiches aus Staaten, Bistümern und freien Städten mit geografischer Präzision und reicher Symbolik dar. Scherers Stil ist unverkennbar jesuitisch – er verbindet Kartografie mit religiöser und allegorischer Bildsprache. Die Karte zeigt oft aufwendige Kartuschen, katholische Ikonografie und szenische Darstellungen von Kirchen, Städten und Flüssen, alles in Kupfer gestochen und häufig handkoloriert, um eine dramatische Wirkung zu erzielen.
Heinrich Scherer (1628–1704) war ein deutscher Jesuitenpriester, Mathematiker und Kartograf, bekannt für seinen ambitionierten und kunstvollen „Atlas Novus“, der Geografie, Theologie und politische Macht miteinander verband. Im Gegensatz zu vielen seiner protestantischen Zeitgenossen betonte Scherer katholische Perspektiven und nutzte Karten oft, um missionarische Ideale und die globale Reichweite der Kirche auszudrücken. Sein Werk zeichnet sich durch seine barocke Ornamentik und didaktischen Absichten aus, die Glaube und Wissenschaft in einer einzigartigen Gegenreformationsvision der Welt vereinen.
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